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Ludwig Erhard ArtikelLudwig Erhard (* 4.02 1897 in Fürth; †5.05 1977 in Bonn) war ein deutscher Politiker (CDU).
Er war von 1949 bis 1963 Bundesminister für Wirtschaft und von 1963 bis 1966 Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland.
Vorderseite einer 2 DM-Münze: Ludwig Erhard
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Ludwig Erhard war seit 1923 mit Luise Schuster verheiratet. Aus ihrer Ehe ging eine Tochter hervor.
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Erhard war als Wirtschaftsminister parteilos und trat der CDU erst 1963 bei (tatsächlich sogar erst am 23. März 1966, als er CDU-Vorsitzender wurde; Der Termin wurde jedoch um drei Jahre zurückdatiert (vgl. [1] (http://www.welt.de/daten/2002/05/04/0504de330076.htx)).) Von 1966 bis 1967 war er Bundesvorsitzender, ab 1967 Ehrenvorsitzender der CDU.
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Von 1949 bis zu seinem Tode war er Mitglied des Deutschen Bundestages. Von 1949 bis 1969 war er direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Ulm. 1972 und 1976 war er über die Landesliste Baden-Württemberg in den Deutschen Bundestag eingezogen. Sowohl 1972 als auch 1976 oblag ihm als Alterspräsident die Eröffnung des Deutschen Bundestages.
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Politische Tätigkeit ab 1945 | |
Von 1945 bis 1946 war er in der von Ministerpräsident Wilhelm Hoegner geführten Landesregierung Bayerischer Staatsminister für Handel und Gewerbe.
Am 2. März 1948 wurde er dann zu dem Direktor der Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebietes gewählt und war damit für die Wirtschaftspolitik in den westlichen Besatzungszonen verantwortlich. Erhard wurde erst fünf Tage vor dem geplanten Termin von den West-Alliierten über die bevorstehende Währungsreform (am 20.06 1948) informiert. Einen Tag vor der Währungsreform ließ Erhard über Rundfunk verkünden, Zwangsbewirtschaftung und Preisbindungen seien aufgehoben. Am nächsten Tag wurde er zum amerikanischen Militär-Gouverneur Lucius D. Clay zitiert, der ihm erbost vorwarf, er habe eigenmächtig Vorschriften des alliierten Besatzungsrechts verändert. Erhards Antwort: "Ich habe sie nicht verändert, ich habe sie abgeschafft!". Erhards eigenmächtige Entscheidung gilt heute als wesentliche Voraussetzung für das danach einsetzende "Wirtschaftswunder".
Am 20.09 1949 wurde er als Bundesminister für Wirtschaft in die von Bundeskanzler Konrad Adenauer geführte Bundesregierung berufen.
Nach der Bundestagswahl 1957 wurde er zusätzlich am 29.10 1957 zu dem Stellvertreter des Bundeskanzlers ernannt.
Ludwig Erhard war Mitbegründer des Konzepts der sozialen Marktwirtschaft.
Als überzeugter Marktwirtschaftler hatte Erhard harte Kämpfe mit dem Sozialpolitiker Adenauer auszufechten, die 1957 in der Auseinandersetzung um die von Adenauer letztlich durchgesetzte Rentenreform gipfelten. Das seitdem bestehende Umlage-System, (so genannter "Generationen-Vertrag"), wurde von Erhard und der FDP als nicht zukunftsfähig abgelehnt. Adenauer setzte sich jedoch über deren Bedenken hinweg. Angesichts der heutigen vom demographischen Umbruch und hoher Arbeitslosigkeit geprägten Situation wird kaum noch bestritten, dass Erhard Recht behalten hat.
Am 16.10 1963 wurde Erhard als Nachfolger Adenauers zu dem Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Seine Zeit als Bundeskanzler gilt als glücklos. Die eigene Partei warf ihm unter anderem die Abkühlung der deutsch-französischen Beziehungen vor. Wegen einer Finanzkrise und mangelnder Unterstützung aus den eigenen Reihen trat er am 1.12 1966 von seinem Amt zurück.
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Am 11.05 1977 fand aus Anlass des Todes von Ludwig Erhard ein Staatsakt in dem Plenarsaal des Deutschen Bundestages statt.
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